Oktober 16, 2007

Transport, transport ....


„Sag mal, wie komme ich eigentlich auf Bali von A nach B?“ An dieser Frage erkennt man sofort den Balineuling. Tatsächlich ist kaum etwas auf der Insel so einfach, wie einen Transport zu organisieren. Trotzdem für alle, die gerade ihre erste Reise auf die Insel der Götter vorbereiten, die wichtigsten Tipps.Wer auf dem Flughafen Ngurah Rai landet und einen organisierten Transfer hat, findet seinen Reiseleiter/Fahrer direkt nach dem Verlassen der Ankunftshalle im Wartebereich. Hier steht meistens ein ganzer Pulk von Menschen, die erwartungsfroh Schilder von Reiseveranstaltern oder Zettel mit dem mehr oder weniger richtig geschriebenen Namen der erwarteten Gäste in die Höhe halten.
Wer keinen Transfer hat, kann sofort sein Verhandlungsgeschick ausprobieren und mit den ebenfalls hier wartenden „Privatfahrern“ einen Preis für die Fahrt zum Hotel aushandeln. Wer dafür jetzt zu müde ist, sollte den Ankunftsbereich verlassen. Draußen findet sich ein deutlich gekennzeichneter Taxicounter. Hier kann man ein Ticket für eine Taxifahrt zum Festpreis zu jedem Ort auf der Insel kaufen. Die Preise sind deutlich angeschrieben, man zahlt im Voraus und kommt schnell und bequem an sein Ziel.

Bali ist viel zu interessant und vielfältig, um seinen Urlaub nur im Hotel oder am Strand zu verleben. Wer etwas von der Insel, dem Leben ihrer Bewohner und der einmaligen Kultur sehen möchte, sollte möglichst viel über die Insel fahren. Dafür bieten sich mehrere Möglichkeiten.

Mutige können sich ein Auto mieten und selbst fahren. Die Preise schwanken stark je nach Anbieter, Fahrzeugtyp und Mietdauer. Ein Auto dürfte pro Tag ab rund 20 Euro zu haben sein, ein Motorroller ab 5 Euro. Bei längerer Mietdauer (z. B. bei einer Woche) verringern sich die Preise noch einmal.
Bevor Sie sich ans Steuer setzten, sollten Sie bedenken, dass der Verkehr auf Bali gewöhnungsbedürftig ist und dass links gefahren wird.
Ansonsten gelten beim Mieten eines Autos die gleichen Vorsichtsmaßnahmen und Regeln, wie an jedem anderen Ort der Welt. Das Auto sollte verkehrstüchtig sein und alle Versicherungen sollten vorhanden sein. Bei großen Verleihfirmen ist das in der Regel gewährleistet, bei kleineren empfiehlt es sich, den Vertrag genau zu studieren.
Motorroller können ebenfalls nahezu an jeder Straßenecke gemietet werden. Es gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei der Automiete, außerdem sollten die Helme (auf Bali gilt Helmpflicht) mehr Schutz bieten, als eine Salatschüssel aus Plastik.
Um ein Auto oder ein Motorrad auf Bali zu mieten, benötigt man den internationalen Führerschein.
Für Kurzstrecken vor allem auf dem Land (z. B. für Fahrten in die Dörfer in der Umgebung Ubuds) ist meines Erachtens ein Motorroller ein ideales Verkehrsmittel. Hier ist der Verkehr nicht so dicht und man gewöhnt sich schnell an die Fahrweise der Balinesen. Letztendlich sollte aber jeder zunächst einmal den balinesischen Verkehr erleben und sich fragen, ob er sich zutraut, ein Auto oder Motorrad zu fahren. Schließlich gibt es viele Alternativen.

Setzt man nur einen Fuß auf die Straße außerhalb des Hotels, wird einem von vielen Seiten „Transport Sir / Transport Ma'm?“ entgegenschallen. Zumindest in den touristischen Zentren der Insel gibt es unzählige Privatanbieter. Ein Auto mit Fahrer kostet je nach Fahrzeug, Ort und geplanter Fahrstrecke zwischen 25 und 50 Euro pro Tag. So lassen sich ganz leicht individuelle Tagesausflüge planen. Achten Sie darauf, dass „ihr“ Fahrer möglichst gut Englisch spricht.

Wer nur von einem Ort zum anderen fahren will, ist mit den Shuttlebussen bestens bedient. Inselweit hat wohl immer noch Perama das dichteste Angebot, wobei zum Teil allerdings recht betagte Busse eingesetzt werden. Wer zum Beispiel zum Shoppen von Ubud nach Kuta möchte, findet fünf Abfahrten am Tag. Der Fahrpreis ist nicht hoch (unter 4 Euro), dafür dauert die Fahrt dann etwas länger. Fährt man zu mehreren Personen, kann es aber auch hier sinnvoll sein, ein Privatfahrer zu engagieren. Es lohnt sich auf jeden Fall, zu verhandeln.

Das Rückgrat des balinesischen Nahverkehrs bilden nach wie vor die Bemos, also die Sammeltaxis. Mit ihnen erreicht man nahezu jeden Ort auf der Insel. Allerdings gibt es keinen festen Fahrplan, gefahren wird, wenn das Fahrzeug voll ist und darüber, was voll bedeutet, haben balinesische Bemopiloten eine sehr eigenständige Ansicht. Für jede Strecke gibt es zwar einen festgelegten Fahrpreis, allerdings ist er in der Regel nirgendwo angeschrieben. Da hilft nur, sich vorher zu erkundigen und den Fahrpreis abgezählt bereitzuhalten – sonst zahlt man leicht das Zehnfache des allerdings sehr niedrigen Fahrpreises.
Eine Fahrt mit dem Bemo – und sei sie auch noch so kurz – ist eine der besten Möglichkeiten in direkten Kontakt mit dem balinesischen Alltag zu kommen.

Keine Kommentare: