September 22, 2007

Money, money

Indonesische BanknotenWer zum ersten Mal nach Bali reist, hat vorher viele Frage. Einige der am häufigsten gestellten möchte ich in lockerer Folge beantworten und beginne, wie könnte es anders sein, mit dem Geld.
Soll man nun Euro oder Dollar mit auf die Reise nehmen, Bargeld oder Reiseschecks, Kredit- oder EC-Karte?
Ich würde dazu raten, einen Mix aus verschiedenen Zahlungsmitteln im Gepäck zu haben.Dazu gehört auf jeden Fall auch etwas Bargeld. Besonders sicherheitsbewusste Menschen vertrauen stattdessen vielleicht lieber auf Reiseschecks, die man bei Verlust ersetzt bekommt. Dafür zahlt man aber auch Gebühren beim Kauf der Schecks, die auf jeden Fall höher sind, als der gelegentlich etwas besseres Kurs gegenüber Bargeld.
Vorab Euro in Dollar zu tauschen, lohnt sich auf gar keinen Fall. Es versteht sich doch eigentlich von selbst, dass bei zweimaligem Tausch (erst von Euro in Dollar und dann von Dollar in Rupiah) mehr Gebühren gezahlt werden müssen, als bei einer einmaligen Transaktion. Euro-Bargeld kann man überall auf Bali ohne Probleme tauschen und selbst das Visum on Arrival am Flughafen kann mit Euro bezahlt werden. Das Wechselgeld bekommt man in Rupiah zurück und hat dann gleich ein bisschen Kleingeld in der Tasche.

Wo tauscht man Euro-Bargeld und Euro-Reiseschecks am besten in Rupiah? Bei einem Moneychanger oder einer Bank, wobei die Geldwechsler in der Regel bessere Konditionen bieten als Banken. Wahrscheinlich haben viele schon haarsträubende Geschichten darüber gehört, wie Touristen in Wechselstuben betrogen wuden. Wer beim Geldwechseln den gesunden Menschenverstand walten lässt und aufmerksam ist, braucht allerdings keine Angst vor Betrug zu haben. Bevor man das Geschäft betritt, sollte man sich anhand der ausgehängten Kurse selbst ausrechnen, wie viele Rupiah man für seinen Euro bekommen wird. Selbstverständlich sollten Sie die Rupiah sofort nachzählen und anschließend nicht mehr aus der Hand geben.
Wechselkurs Euro Indonesische RupiahWechselkursentweicklung Euro-Rupiah. Die Permatabank bietet die besten Wechselkurse an und erlaubt oft die höchste Abhebungssumme am EC-Automaten. Wer mehr Interesse an der Wechselkursentwicklung hat sei auf den hierauf spezialisierten Website von Jürgen Volkmann verwiesen, von dem auch diese Grafik stammt.

Allzu oft sind solche Bargeldtransaktionen aber nicht nötig, denn Rupiah können Sie auf Bali ganz bequem aus dem Bankautomaten ziehen. Dazu benötigen Sie ihre EC-Karte, die das Maestro-Symbol tragen muss (das ist eigentlich bei allen EC-Karten heute der Fall). Sie bekommen bei einer solchen Abhebung aus dem Bankautomaten die Rupiah zum tagesaktuellen Kurs. Die Gebühr für solche Auslandstransaktionen ist von Bank zu Bank unterschiedlich (3 bis 6 Euro pro Abhebung). Weil Gebühren pro Abhebung unabhängig von der Summe anfallen, ist es wichtig, dass der Geldautomaten eine möglichst hohe Summe auszahlt. Manche Automaten spucken nämlich maximal 1.250.000 Rp. aus, andere das doppelte. Achten Sie deshalb darauf, dass der Automat mit 100.000 Rupiahscheinen „gefüttert“ ist. Das erkennen Sie an einem Aufkleber am Automaten. Steht dort 50.000 Rp. sollten Sie einen anderen Automanten suchen. In Ubud z. B. zahlt der Bankautomat der BCA auf der Monkey Forest Road (von der Hauptstraße kommend der erste Bankautomat hinter dem Markt auf der linken Straßenseite) bis zu 2.500.000 Rp. aus, die Bank Permata neben dem Casa Luna sogar 3 Millionen.

Auch mit Kreditkarten (Mastercard, Visacard) kann man Bargeld abheben, in der Regel sind die Gebühren aber höher (Ausnahmen bestätigen die Regel, denn es gibt Kreditkartenfirmen, die kostenlose Bargeldabhebungen anbieten). Trotzden sollte Sie eine Kreditkarte dabei haben, denn größere Einkäufe lassen sich überall auf Bali problemlos damit bezahlen. Auch in „besseren“ Restaurants werden Kreditkarten akzeptiert.

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