Mai 06, 2007

Schmutzige Ente

In der Restaurantszene von Ubud ist das „Bebek Bengil“ in Padang Tegal einer der Klassiker, denn das Restaurant am Ende der Jl. Hanoman wurde bereits 1990 eröffnet. Seitdem dürften viele Besucher gerätselt haben, wie es zu dem recht ungewöhnlichen Namen „Schmutzige Ente“ gekommen ist. Viele sehen vielleicht einen Zusammenhang mit der „Knusprigen Ente“, die als Spezialität des Restaurants gilt. Weit gefehlt! Vielmehr wurde der Name kurz vor der Eröffnung des Restaurants geboren, als eine Herde Enten von einem benachbarten Reisfeld quakend und mit viel Gezeter durch das gerade frisch geflieste Restaurant lief. Überall waren die matschigen Fußabdrücke dieser ersten Gäste zu sehen.
Heute ist das Publikum des Bebek Bengil bunter gemischt, als in anderen Restaurants. Touristen, Langzeitgäste und auch Indonesier auf Balibesuch nehmen in dem herrlichen Garten Platz, wobei Einheimische und asiatische Gäste die auf kleinen Podesten angeordneten niedrigen Tische mit Sitzkissen bevorzugen. Was man beim Eintritt von der quirligen Straße kaum glaubt: Das Restaurant liegt völlig ruhig und idyllisch inmitten von Reisfeldern, die abends mit Fackeln beleuchtet werden. Stilvoller lässt sich in Ubud kaum speisen.

Die Küche bietet einen bunten Mix aus indonesischen Klassikern und westlichen Speisen. Vor allem die asiatischen Gäste kommen wegen der „Crispy Duck“. Die Ente wird zunächst mit einer Vielzahl von balinesischen Kräutern gedünstet und anschließend schnell und bei großer Hitze gebraten. Auf diese Weise entsteht die typisch knusprige Konsistenz, an der sich die Geschmäcker scheiden. Der eine mags, der andere nicht!

Die Preise sind der Qualität angemessen. Für ein dreigängiges Menü (ohne Getränke) muss man mit etwa 100.000 Rp. rechnen. Ärgerlich ist nur, dass man auch hier wie in vielen anderen Restaurants dazu übergegangen ist, die Preise in der Speisekarte ohne Steuer und Serviceentgelt anzugeben. Somit kommen am Ende immerhin 21 % dazu.

Keine Kommentare: