April 08, 2007

Osterspaziergang II

Hurra. In einem Musikgeschäft finden wird Ostereier. Aus Holz. Bunt. Und sogar mit Reiskörnern drin. Wir verzichten dann aber auf's Verstecken. Dafür kaufen wir kleine, schrille Bambuspfeifen und unkende Froschtrommeln. Laut und günstig. Die Eltern von Sven, Alina, Maya und Frits werden es uns danken.

Auch für die Mami daheim findet sich endlich ein Mitbringsel. Eine Seife. 100 Prozent Wellness, 100 Prozent organisch-umweltfreundlich. Und 100 Prozent überteuert. Dafür aber in einer ansprechenden lila Verpackung. Gibt es alles bei einem Geschäft zu dem dieser ei-förmige Geselle den Weg weist:

Kollege L. wollte noch, dass ich ihm ein ähnlich hundertprozentiges Viagra aus dem Buddha-Laden mitbringe. Habe es nicht gefunden. Hätten Sie danach gefragt?

Bibi und ich entscheiden uns stattdessen für einen Bio-Dattel-Power-Riegel und einen schlichten Joghurt-Rosinen-Kuchen. Wird im Kaffee über der Buddha-Boutique serviert. Zusammen mit einem hundertprozentigen Capuccino. Und einem gesunden Mixed Fruit Juice. Hui, diese köstlichen Fruchtsäfte werden wir demnächst mehr vermissen als den heutigen Osterbraten. Wie in so vielen der sympathischen Buddha-Buden, Healing-Häuser oder Finde-deine-innere-Nana-Bistros auf Bali, lümmeln sich hier - meist lila-rötlich gekleidete - VertreterInnen der Generation Osho 2.0. Fast immer mit hyperaktivem Handy und gern auch mit Apfel-Rechner.

Auf dem Rückweg zur Herberge machen wir noch ein schönes Osterphoto. Bali ist voll von diesen Steinfiguren: Dämonenverjager, Geistererschrecker, Glücksbringer, Eingangsverzierer, Kindererfreuer. Denen wollte Bibi einfach mal Gesellschaft leisten.

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