Dezember 29, 2006

Bali Tsunami Schutz stark verbessert

In Sanur an Balis Südküste nahmen an diesem Dienstag, den 26ten Dezember mehrere tausend Menschen an einer Tsunami Übung teil. Zum Heulen der Sirenen liefen sie vom Strand weg, Reaktionszeiten wurden notiert und Verbesserungsmöglichkeiten evaluiert. Auch der indonesische Forschungsminister und einige ausländische Touristen beteiligten sich an der Übung. "Die größte Herausforderung besteht darin, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, um ihnen die Gefahr bewusst zu machen", sagte der deutsche Geologe Harald Spahn, der den Aufbau eines Tsunami-Alarmnetzes unterstützt über das wir schon mehrfach ausführlich berichtet hatten.

Die zu dem System gehörenden Sirenenmasten sind fast fertig, unser Foto von dieser Woche zeigt die Anlange am Strand von Legian. Die anderen Türme stehen in Kuta, Sanur, Nusa Dua, Padang Bai und Jembaran. Harald Spahn ist zuversichtlich die verbliebenen technischen Probleme bei der Übertragung von Messdaten vom bis zu 6000 Meter tiefen Meeresboden an die rund sieben Meter großen Bojen mittels Schallwellen wie geplant bis 2008 beheben zu können und auch die kontinuierliche Übertragung der großen Datenmengen an Satelliten zu ermöglichen.

Sicher scheint, dass jetzt endlich aus den Katastrophen der letzten Jahre die notwendigen Konsequenzen gezogen werden und die Vorwarnzeit für einen Tsunami schon jetzt im Bereich des Indischen Ozeans 3x schneller ist als im Pazifik.

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