April 12, 2005

Keine Schildkröten Opfer mehr

APA 29 Hindupriester von Bali haben zum Verzicht auf traditionelle Schildkröten-Opfer aufgerufen. Das berichtete die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF).
Der Aufruf sei nach Gesprächen mit den Umweltschützern auf der indonesischen Insel erfolgt. Ende der 90er Jahre seien noch bis zu 20.000 Meeresschildkröten jährlich geopfert worden, viele davon stammten aus illegalen Importen nach Bali. Das Fleisch der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten spiele in der Tradition des indonesischen Hinduismus eine wichtige Rolle.

Die Priester wollten Meeresschildkröten künftig nur noch bei den wichtigsten Festen opfern, sonst sollten Schildkröten-Bilder oder Reiskekse in Schildkrötenform als Ersatz dienen, berichtete WWF. Die Zahl der benötigten Tiere würde damit auf 100 bis 200 pro Jahr sinken. „Die Zusammenarbeit zwischen religiösen Führern und Naturschützern ist ungewöhnlich und ein großer Erfolg für den Schutz der bedrohten Meeresschildkröte“, sagte die Initiatorin der Gespräche, Ida Bagus Windia Adnyana von WWF Indonesien.

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