März 06, 2005

Ubud's kleines Paradies

Die heutige Berliner Morgenpost führt uns aus dem kalten Deutschland in unser balinesisches Paradis:

Kleine Fluchten, Verstecke für geliehenes Glück auf Zeit, verkörpern die Aman Resorts, vor allem auf Bali: "Amankila", "Amanusa" oder das "Amandari". Der Duft der Beeren, Litschis, der wilden Ananas, der Mangos und Zierblüten auf den Rändern des Früchtetellers erfüllt den holzgetäfelten Raum. Das barfüßige Mädchen mit der langen, weißen Bluse verbeugt sich, legt den langen, schwarzen Haarzopf mit eingeflochtener Frangipaniblüte über die Schulter vor die Brust und lächelt sanft. "Willkommen im ,Amandari'." Sie verkörpert in dem Augenblick vollends den Namen des Ortes: "friedlicher Engel".

Das "Amandari" liegt im Herzen Balis, im Örtchen Kedewatan bei Ubud. In den 30er Jahren schrieb Vicky Baum hier den Roman "Liebe und Tod auf Bali". Das lichtdurchflutete Resort in Form eines balinesischen Dorfes hat 30 Bungalows, manche mit eigenem Pool. Von der Hotelhalle, die wie ein Tempel aussieht, erreicht man über einen gepflasterten Pfad seine Duplex- oder Terrassen-Suite hinter Blütenzauber und Palmenwipfeln. Die zweistöckige Pagode, dezent und stilvoll ausgestattet, wirkt überirdisch schön. Aus Paras, dem Vulkangestein Balis, sind die Grundmauern gefertigt, elfenbeinfarbener Marmor aus Java ziert den Fußboden, eine Konstruktion aus Bambus trägt das Dach. Etliche Elemente wurden aus dem "Amanpuri" übernommen, das als erstes Tempel-Resort weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Von draußen trägt der Wind die Töne des Gamelan-Orchesters heran, das vor dem kleinen Tempel am Pool aufspielt. Das Konzert der Tropennacht aus Melodien, wie von einem Engels-Chor gesummt und dem Geläut vielstimmiger Glocken begleitet, klingt heiter und melancholisch zugleich. Da werden selbst die wildesten Terminhetzer zum Nichtstun animiert.

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