März 29, 2005

Bali, Erdbeben und Flutwellen

Geschichte wiederholt sich selten so schnell- so schoss es mir heute beim Aufwachen durch den Kopf - und dann trafen auch schon die ersten Briefe ein. Stellvertretend für viele sei hier einer zitiert:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich fliege am Sonntag für 2 Wochen auf Bali und bin seit den gestrigen Nachrichten sehr beunruhigt. Am liebsten würde ich auf die Ferien verzichten. Können Sie mir nähers berichten??
Mit freundlichen Grüssen, Nicole

Nachdem wir also auch jetzt wieder wie in den Stunden nach den tragischen Ereignissen am 26. Dezember dutzende von solchen Anfragen bekommen haben sei uns erneut folgender Hinweis erlaubt:

Bali und seine westliche Nachbarinseln sind von dem erneuten grossen Erdbeben nicht direkt betroffen. Wie auch im Dezember liegt das Zentrum des 30 mal kleineren Bebens fast 1000 Kilometer von der Hauptstadt Indonesiens Jakarta - und 2000 Kilometer von Bali entfernt. Eine Gefahr stellen die Beben dort für Bali nicht da -

Quelle: Der Spiegel

Umso mehr sind unsere Gedanken sind bei den Menschen in Nias, unter denen immer noch viele Besucher sind, die dabei helfen (wollten) den Menschen das Leben nach der grossen Katastrophe zu erleichtern - nun sind dort 70 % aller Häuser zerstört und es sieht so aus, das die Gegend um Sumatra und das südliche Thailand nicht zur Ruhe kommen will. Seismologen erklärten, die erneuten Erdstöße seien durch einen erhöhten geologischen Druck nach dem Beben vom 26. Dezember ausgelöst worden. Sie warnten vor einem dritten schweren Erdbeben in der Region, da der Druck nun weiter wachsen werde. Möglicherweise könnte sich ein erneutes Beben innerhalb der kommenden drei Monate ereignen.

Von Bali aus werden wir sicherlich wieder versuchen zu helfen, wo es nur geht. Und vielleicht auch erneut dazu aufrufen, das Wiederaufbauprojekt der Deutschen Schule Jakarta zu unterstützen, die sich einer der dortigen Schulen als Pate angenommen hat

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