Januar 03, 2005

Zu Hause bleiben hilft NICHT

Helmut Kohl weigert sich Sri Lanka direkt nach der Flutwelle zu verlassen und möchte mit seinem Bleiben ein Zeichen setzen. Mögen sein und das Verhalten anderer Touristen auch unsensibel und hartherzig erscheinen; Urlauber, die nur wenige Tage nach der Tsunamikatastrophe zum Urlaubmachen auf die devastierten Strände zurückkehren, zeigten auch, "wie es für die am schlimmsten getroffenen Länder nun weitergehen muss".

Mit diesen Worten kommentiert die konservative britische Tageszeitung The Daily Telegraph touristische Unerschütterlichkeit. Und spricht damit die Hoffnung von Hotelmanagern, Restaurantinhabern und unzähligen von Dienstleistungen an Reisenden lebenden Menschen in den touristisch erschlossenen Teilen der Tsunamigebiete an.

Viele in Bali machen sich jetzt Hoffnung auf ein weiteres Comeback als Ferienziel - auch wenn nach den Terroranschlägen im Jahre 2002 mit mehr als 200 Toten immer wieder zeitlich begrenzte Reisewarnungen ausländischer Regierung gelten. Mangels Tsunami-Frühwarnsystems für exponierte Gebiete wie dem Nusa-Dua-Strand seien jetzt jedoch "Strategien gefordert, um auch Urlaubsziele im bergigen Inneren der Insel attraktiv zu machen", sagte Putu Agus Atara, Vorsitzender des balinesischen Tourismusverbandes.

Wir in Bali versuchen alles, um den Menschen in den betroffenen Gebiten zu helfen, aber jetzt ganz Südostasien zu meiden verschlimmert nur die Situation, sensibles Verhalten ist gefragt. Bali und insbesondere das in den Hügeln gelegene Ubud sind jedenfalls bereit wintermüde aus aller Welt wärmstens zu begrüssen. Mehr...

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