Januar 04, 2005

Korallen und Fische bedroht

Korallenriffe, Mangroven und Fischbestände seien bedroht, zitiert die heutige Welt Ketut Sarjana Putra, Direktor der Umweltschutzorganisation Conservation International, auf Bali. Korallenriffe seien in einzelnen Regionen völlig zerstört. Dort sei auch das ausgeklügelte Zusammenspiel von Flora und Fauna unter Wasser vernichtet, denn zahlreiche Fischarten brauchen die Riffe als Lebensraum. Lyle Vail, australischer Korallenexperte auf der Forschungsstation Lizard Island am Great Barrier Reef, vergleicht in demselben Artikel die Wirkung eines Tsunami für Korallen mit der eines Zyklons an Land. Die Korallen würden mit Wucht aneinander gerieben, so daß sie weitgehend zerstört würden.

Nicht nur Schäden am Land Foto:dpa

Ohne Schaden blieb jedoch die Tierwelt auf Hochsee - ebenso wie Schiffe und deren Besatzungen. Tsunamis brausen zwar mit mehreren hundert Stundenkilometern durch das Meer. Doch die Länge der Wellen kann 100 Kilometer und mehr betragen. Fische oder Schiffe vollführen deshalb beim Durchgang eines Tsunamis eine unmerkliche Bewegung um einige Meter innerhalb von vielen Minuten. Gefährlich werden Tsunamis erst in Strandnähe: Wird das Meer flacher, türmen sich die Wassermassen zu langsameren und kürzeren, aber immer höheren Brechern auf. Nur sie bringen Zerstörung.

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