Dezember 12, 2004

Malaria in Bali?

Als wenn Bali nicht schon genug zu leiden gehabt hätte...Reisserisch macht die heutige Welt Ihren Bericht über Malaria auf:

Bali sollte Katja Glass über den Winter retten: Ein Paradies, weit weg vom Schmuddelwetter in Frankfurt, Futter für die sonnenentwöhnte Seele. Doch für die Urlauberin endete das Paradies nach drei Wochen mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Die 38jährige hatte sich mit Malaria infiziert.

Viel weiter unten im Text kommt dann des Rätsels Lösung:

"Bei der Vorsorge habe ich geschlampt", sagt die Lehrerin. Das Malaria-Risiko in den Touristenzentren von Bali gilt als niedrig. Deshalb hatte sie auf vorbeugende Medikamente verzichtet. Und ihren Abstecher auf die Nachbarinsel Lombok - eine Malaria-Hochburg - nicht bedacht.

So etwas nennt man unsolide Information und man könnte es aus balinesicher Sicht sicherlich als geschäftsschädigend bezeichnen. Bali hat mehr noch als durch den Terroranschlag durch die darauf folgende aufbauschende Nachrichtenflut und die konsequenterweise ausbleibenden Touristenströme zu leiden gehabt. Gerade deshalb bitten wir darum, bei der Berichterstattung über Bali besonders sorgfältig zu recherchieren.

Zudem erlauben wir uns zu bemerken, das auch nicht überall auf Lombok Malaria Vorbeugung nötig ist, z.B. auch nicht bei einem Besuch auf den Gili Islands. Denn auch mit der Malaria Vorbeugung sollte man vorsichtig sein. Nebenwirkungen sind sattsam bekannt - und weniger Käse und 2 x täglich gründliches Duschen (insbesondere vor Sonnenuntergang) sind in risikoarmen Gebieten manchmal gesünder als die überflüssige Einnahme von Medikamenten. Solide Informationen finden Sie hier und beim klicken auf die Überschrift dieses Artikels. Einen Kommentar zu einem ähnlich unsoliden Artikel hier.

Keine Kommentare: